Archiv für Januar 2009

10 Jahre Leselupe.de – Sammlerausgabe ersteigern!

Samstag, 31. Januar 2009

10 Jahre Leselupe.de – Sammlerausgabe ersteigern!

Zu ihrem 10-jährigen Jubiläum veröffentlichte die Leselupe Ende 2008 eine – auf 25 Exemplare limitierte – Sammlerausgabe mit 20 ausgewählten Werken der Leselupe. Jeweils eins der Bücher ging an die 20 Gewinnerautoren sowie die Herausgeber und Illustratoren. Das 25. Exemplar steht nun auf der Leselupe zur öffentlichen Ersteigerung bereit. Sämtliche Erlöse der Auktion gehen an die SOS-Kinderdörfer!

Wer an der Auktion teilnehmen möchte, kann dies ganz einfach hier in diesem Beitrag tun, indem er oder sie einen Kommentar verfasst, mit dem Betrag, den er zu zahlen bereit ist. Das höchste Gebot gewinnt. Die Auktion endet am Dienstag, den 10.02.09 um 24.00 Uhr.

Selbstverständlich erhält der glückliche Gewinner der Auktion eine Spendenquittung über den Betrag, für den er die Sammlerausgabe ersteigert hat.

Wir wünschen nun viel Spaß mit der Auktion und hoffen auf einen großen Betrag für die Kinder der SOS-Kinderdörfer!

Los geht´s! Euer Leselupe.de – Team

 

http://www.leselupe.de/lw/titel-10-Jahre-Leselupe.de-–-Sammlerausgabe-ersteigern-92379.htm

Krankheitsbedingt ist der Betrieb heute nur eingschränkt möglich.

Samstag, 31. Januar 2009

Daher nur ein Ulk-Haiku:

Über weißem Grund
der Marsch blauer Kolonnen
das Papier harrt aus.

Oliver

Bei Eloy Edictions gibt es ein neues Buch, limitiert auf 111 Exemplare.

Freitag, 30. Januar 2009

Lars Maria Maly
Der Fluch des dunklen Mondes

Paperback

Verlag: Eloy Edictions
ISBN: 978-3-938411-19-3
Preis: 12,00 EUR
Umfang: 136 Seiten
Erscheint: Ende Februar 2009

Vorbestellen: Direkt beim Verlag (vor)bestellen

Mit Illustrationen von Lars Maria Maly
Die Novelle erscheint in einer limitierten Auflage von 111 nummerierten und vom Autor signierten Exemplaren.

Seit jeher war die Göttin Lilith als dunkler Mond am Himmel zu sehen, doch als sie eines Tages plötzlich verschwand, stellte die Kirche auch ihre Anbetung unter Strafe. Nur eine Handvoll Menschen setzen sich über das Verbot hinweg und arbeiteten im verborgenen auf die Rückkehr der Göttin hin. Chiron war einer von ihnen – vertrieben aus einem geheimen Tempel machte er sich auf die Suche nach einem Weg, seiner Göttin die Rückkehr an den Himmel zu ermöglichen.
In der Novelle »Der Fluch des dunklen Mondes« schickt der Autor Lars Maria Maly den Leser tief in eine bilderhafte Welt aus Schmerz und Leid, aus Wahn und aus Tod, die von Anfang an unter einem Fluch zu stehen schien…

Geh’n se mit der Konjunktur!

Mittwoch, 28. Januar 2009

Die Bundesregierung will mit einem Konjunkturpaket der beginnenden Rezession entgegenwirken. Getreu der volkswirtschaftlichen Lehre, dass in Zeiten des Abschwungs Investitionen des Staates den nächsten Aufschwung anschubsen. Der ausgeglichene Haushalt käme dann halt später.
Nun, auch das ist wohl eine Regel. Immer wenn man gerade kurz davor steht, Schulden abzubauen, kommt die nächste Krise und ach, leider helfen dann nur wieder neue Ausgaben.
Wer sich die Zahlen der Schulden und Zinseszinsen anschaut, verliert schnell jeglichen Bezug zur Realität. Allein nach der Wiedervereinigung hat der deutsche Staat über Eintausend Milliarden Schulden aufgenommen. Das ist genauso unvorstellbar, wie die Absichten der jeweiligen Regierungen, je etwas davon abzubauen.
Nun kann man es den Politikern nicht wirklich vorwerfen. Sie sind Instrumente im Orchester der herrschenden Klasse und die besteht nun einmal aus jenen Menschen, denen Firmen, Banken und Konzerne gehören. Also genau jene, die in erster Linie vom Konjunkturpaket profitieren, genau – der Profit profitiert.
Sicher, es werden auch einige Schulen saniert, soviel ist da schon drin. Warum es so viele marode Bildungseinrichtungen gibt, interessiert da schon deutlich weniger. Wenn eine Bank im Hilfe ruft, auch wenn sie sich selbst in den Ruin trieb, springt unser Staat jubelnd mit Geld ein, wenn eine oder auch alle Schulen rufen, wird müde abgewunken – kein Geld, leere Kassen.

Überhaupt sind Fragen nach Ursachen sehr unbeliebt.
Die arme Automobilindustrie nagt am Hungertuch, weil wir Deutschen keine neuen Autos kaufen. Also schnell etwas erfunden, dass den Konsum anregt.
Dass die Autos in den letzten Jahrzehnten zunehmend sinnlos mit technischen Spielereien in Luxusspielzeuge verwandelt wurden, die mit Preisen jenseits des Erträglichen »locken«, kommt bei der Ursachenforschung überhaupt nicht vor. Die fünfsitzige Familienkutsche kostet als Neuwagen mühelos zwei Jahreseinkommen. Ach, Ihr Einkommen liegt drüber? Willkommen in der Minderheit.
Ähnliches gibt es auch im Gesundeitswesen zu vermelden. Jede erfolgreiche Heilung ist begrüßenswert, Forschung und Entwicklung dazu zwingend notwendig – jedoch hat der Staat längst die Kontrolle über die Kosten verloren. Die Summen, die im deutschen Gesundheitswesen hin und her geschoben werden, sind ebenso gigantisch, wie unsere Schulden.
Und am Ende der Nahrungskette sitzen wie immer Konzerne, nicht der Patient und nicht der Pfleger.

Die Finanzkrise spülte wieder einmal jede Menge dubioser Unternehmensstrategien um schnell viel Geld zu verdienen in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Erstaunlicherweise werden diese »Fehlentwicklungen« immer erst hinterher aufgedeckt, auch wenn unzählige Banken jahrelang derartiges praktizieren. Verantwortliche Manager oder gar Besitzer findet man jedoch nicht, denn es gibt ja gar keinen der verantwortlich ist. Alles ist irgendwie von Gesetzen abgedeckt, damit nur gar keiner »Schuld« sein kann. Vielleicht war einer zu dumm und wird dann wegen Steuerhinterziehung belangt – dann ist es gut viel Wissen anbieten zu können und schwubs ist man raus aus dem drohenden Knastaufenthalt.
Doch Vorsicht, liebe Leser, versuchen sie es nicht selbst. Wenn Sie Ihre Bank betrügen wollen, merkt die das schneller als sie denken können und dem Richter interessiert dann auch nicht, was Sie über die Sparbüchse Ihres Nachbarn wissen. Fangen Sie erst ab etwa 70 Millionen mit derartigen Ideen an, oder sparen Sie dann lieber noch etwas, sicherheitshalber.

Mein Geld gehört nicht mir. Und das ist auch egal. Wahrscheinlich fließen meine Steuern direkt einmal um die Welt im globalen Datenstrom, mal mit Plus und mal mit Minus davor, ein kleines Bit für die Menschheit und eine großes Bitte für irgendwen.
Doch hilft uns hier kein Weh und Ach, es ist ja unser Staat. Wir sind die braven Milchkühe und werden auch diese Krise widerkäuend überstehen.

Kurzgeschichte des Monats Februar

Dienstag, 27. Januar 2009

Andreas Gruber versicherte mir glaubhaft, lieber Hard`N`Heavy zu hören. Trotzdem freue ich mich natürlich, das Crossover zwischen SF und Techno als Kurzgeschichte des Monats präsentieren zu dürfen:

Februar: Andreas Gruber: Die Nacht im Club Pi (SF)

http://www.fantasyguide.de/index.php?id=8040

Tom Cohel

Montag, 26. Januar 2009

tom-cohelTom Cohel ist das Pseudonym eines 1985 geborenen Pforzheimers, der mit Siebzehn seinen Anker im Schreiben fand. Der Autor kennt keine Genregrenzen, da er denkt, eine gute Geschichte hat kein Korsett. Wenn er nicht gerade schreibt, tankt er Inspiration beim Hören von Pink Floyd oder geht mit seinem Mops Elvis spazieren.
Zuletzt hat er den Marburg Award 2008 gewonnen.

Aktuelle Informationen unter: www.tomcohel.de.vu

Saramee:
- Die Wege des Shem (Roman: Zeit der vier Monde)
- Das Götzenloch (Anthologie: Das Glück Saramees)

Die leisen Zwischentöne bei Dracula

Samstag, 24. Januar 2009

Wenn man Bram Stokers Dracula liest, scheint ja zunächst alles klar zu sein: Dracula ist ein fieses Monster, dass die Welt mit versklavten Vampiren bevölkern will und mit den Frauen der englischen Familie Harker-Holmwood fängt er an. Die wiederum wendet sich an das Universalgenie Abraham Van Helsing (der verdächtigerweise denselben Vornamen wie sein Schöpfer trägt), den Streiter für das Gute par excellence, um den flatterhaften Konkurrenten zu vernichten, äh, zu erlösen. Seltsam nur, dass dieser hoch gelehrte Holländer, so umfassend gebildet, von so schneller Auffassungsgabe, kein richtiges Englisch spricht (leider fällt dieses in der deutschen Übersetzung kaum auf). Ist das ein Hinweis?

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Warten bis der Schmerz nachlässt

Sonntag, 18. Januar 2009

Normalerweise bietet das Wochenende wenig Zeit zum Lesen. Wenn man jedoch in der Rettungsstelle auf die Behandlung wartet, hat man genügend Zeit. Zwar konnte ich es nur in einer bestimmten Liegeweise aushalten, aber der zweite Teil von Septimus Heap half mir zumindest dabei, die ewige Zeit totzuschlagen.
Fantasy für Kinder hat den Vorteil, dass nichts von dem passiert, was in der Notaufnahme sonst so zu sehen ist. Überhaupt bin ich nicht der Fan von Gewaltdarstellungen in Büchern, wie auch in Filmen. Nur sehr selten gereicht sie mehr als zu billigen Effekten. Obwohl viele Autoren darauf bestehen, damit der realistischen Darstellung zu dienen, kann ich bei Medien, die letztlich die Phantasie anregen, Realismus auf sehr viele Arten erzeugen und selbst dann geschieht der größere Teil davon in der Vorstellung. So ist etwa der wahre Horror eine reine Imagination. Das Weglassen, Andeuten und Erahnen wirkt meist wesentlich beängstigender, als abgerissene Arme oder ähnliche Utensilien.
Da können uns die alten Meister, allen voran Poe noch einiges beibringen.
Ich jedenfalls werde meinen gruseligen Rücken nicht weiter verprellen und lege mich gemütlich in den Lesesessel, trinke blutroten Tee und werde mich ans Rezensieren machen.
Jedem sein eigenes Stückchen wohliger Schauer.

Dracula ist ein Halbstarker

Sonntag, 18. Januar 2009

So, hier also mein erster Beitrag zum Samstag-Blog. (Ein Repost, da es mit dem ersten Versuch Probleme gab.)

Ich habe vor kurzem Bram Stokers Dracula erneut zu Ende gelesen. Man wundert sich ja, warum Dracula handelt, wie er handelt: Warum reist er aus Transsylvanien gerade nach London? Warum nicht nach Bremerhaven? Warum attackiert er bloß die beiden Frauen der Vampirjägerfamilie?

Oftmals wurde versucht, Dracula als Liebesgeschichte zu lesen: Dracula ist unsterblich in Lucy Mina verliebt. Besonders wirkungsmächtig wurde diese Deutung nach der Verfilmung durch Francis Ford Coppola. In der war der große Krieger Dracula mit Winona Ryder-A verheiratet, die in einem Akt psychologischer Kriegsführung von den perfiden Türken in den Selbstmord getrieben wurde, was wiederum den unsterblich verliebten Dracula zum Bruch mit der (fiesen) orthodoxen Kirche trieb und ihn so zum Vampir machte. Viele Jahre später ruft er Jonathan Harker zu sich ins Schloss, weil der ihm den Weg nach England ebnen soll. Bei dem jungen Anwalt sieht Dracula das Bild seiner wiedergeborenen Verlobten: Winona Ryder-B! Dracula muss nach England um seine Geliebte wiederzubekommen – wie gut dass Harker schon da ist. Also ab nach London. Dort macht er erstmal mit Lucy ‘rum, weil er so verliebt in Mina ist. Lucy wird aus dem Weg geräumt. Jetzt endlich macht sich der Herr Vampir an seine Geliebte heran, flirtet mit ihr, führt Tricks mit Wölfen etc. vor. Dann beißt er Mina, aber jetzt reicht es den gehörnten Ehemännern endgültig und sie sargen den alten Schwerenöter ebenso endgültig ein.

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Vincent Preis

Sonntag, 18. Januar 2009

2009 wird zum zweiten Mal die Wahl des Vincent Preis 2008 durchgeführt. Ziel ist es, die besten Beiträge des Genre Horrors mit dem Erscheinungsjahr 2008 aufzuzeigen.

www.vincent-preis.de