Archiv für März 2009

Die wichtigsten Bücher (Zyklen) der Fantasy

Samstag, 28. März 2009

Gestern habe ich in einem Anfall von Agorasomanie das Büchlein Bibliomania von Steven Gilbar erstanden. In diesem sind zahllose Listen, Zitate und andere Kleinigkeiten zur Literatur zu finden; aus ihm stammt auch die weiter unten stehende Liste von Fantasy-Werken. Um diesen schamlosen Diebstahl etwas zu sühnen, will ich das Buch bewerben: Leute, wenn ihr gerne liest, auch darüber hinaus mit Literatur befasst und hin und wieder mal einen Augenblick Zeit habt (weil es noch 10 Minuten dauert, bis die Pizza fertig ist/ die Freundin kommt/ der Film anfängt/ usw. usf.), dann ist dieses Buch das Richtige für euch zum Stöbern! Neben den zehn unantastbaren Rechten des Lesers, einer sehr kurzen Geschichte des Buchdrucks und Listen mit guten SF oder Horror-Werken findet sich eben auch die Liste mit den wichtigsten Bücher der Fantasy (S. 81). Aber überzeugt euch selbst:

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Demnächst “Zeit der vier Monde”

Montag, 23. März 2009

Hier ein Blick auf das fertige Cover des kommenden Band “Zeit der vier Monde”.

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“Zeit der vier Monde”
A5 Paperback, ca. 200 Seiten Umfang,
Titelbild: Chris Schlicht,
Herausgeber: Christoph Weidler
ISBN wird nachgereicht.

Zeit der vier Monde (Autor: Michael H. Schenk)
Kapitän Beres Amtaral und die Mannschaft der Terrenago werden vom berüchtigten Piraten Beroltep gefangen genommen. Nur wenn sie die Piraten sicher zur geheimnisvollen “Teufelsnadel” bringen, existiert für Beres Amtaral eine Chance, sich und seine Leute zu retten. Ein echtes Himmelsfahrtkommando, wie Beres schnell erkennen muss …

Tödliche Dosis (Autorin: Chris Schlicht)
In letzter Sekunde kann die Söldnerin Aschera Chrestani ihren Verfolgern entkommen und in einem abgelegenen Tempel im Süden Nominaks Zuflucht finden können. Die dortigen Priester nehmen sich der verletzten Söldnerin an, doch schon bald ist die Zeit der Ruhe und Genesung für Aschera vorbei: ein neuer Auftrag führt die Söldnerin in die Gassen von Saramee.

Die Lilie von S’un Ak Meeh (Autor: Arthur Gordon Wolf)
Der Ermittler Argus Panoptes erhält den Auftrag, eine wertvolle Pflanze zu suchen, die seinem Auftraggeber gestohlen wurde. Doch der vermeintlich einfache Auftrag entpuppt sich schnell als eine gefährliche Jagd nach einem der größten Geheimnisse Saramees, und so gerät Argus immer tiefer in den tödlichen Kampf um die Lilie von S’un Ak Meeh.

Die Wege des Shem (Autor: Tom Cohel)
Im Auftrag des Stadtmeister Vennas soll Zenja den immer lauter werdenden Gerüchten um Sabotage-Pläne des Inselvolks nachgehen. Dabei kommt sie einer großen Verschwörung auf die Spur, die Saramee in seinen Grundfesten erschüttern könnte …

Autoren aus Randgruppen

Samstag, 21. März 2009

Unser Blickwinkel auf Randgruppen (im weiteren Sinne) hat sich ja sehr gewandelt: Wer sich krass sexistisch, rassistisch oder antisemitisch in der Öffentlichkeit äußert, wird – je nach Position, je nach attackierter Randgruppe – mehr oder minder scharf dafür getadelt. Andererseits heißt das noch nicht, dass Randgruppen daher dieselben Möglichkeiten eingeräumt werden würden: In Hamburg gibt es den Polizei-Befehl, Punks, Obdachlose und andere abgerissene Gestalten aus der Innenstadt zu vertreiben (ganz gleich wie sie sich verhalten), Frauen verdienen im gleichen Beruf immer noch ca. 12% weniger als Männer (und Schlampe ist nur bedingt ein ‘böses’ Wort – schlimmer noch: Die sexuelle Gewalt ist gestiegen) und vor Synagogen stehen Polizisten mit Maschinenpistole (ganz zu schweigen von dem erheblich gestiegenen Antisemitismus bei Jugendlichen). Während man sich für Entführungsopfer, wenn sie ‘richtige’ Deutsche (wie Familie Wallert, Susanne Osthoff etc. pp.) sind, mächtig ins Zeug legt und Millionen bezahlt, lässt man andere Mitbürger (wie Murat Kurnaz) schon mal wie eine Kastanie im Feuer liegen.

Nun bin ich gerade auf dem Blog OF Blog of the Fallen auf ein interessantes Mem gestoßen: Wie sind Autoren aus Randgruppen auf eurer Leseliste vertreten?

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Cargo-Kult in den Zerrissenen Reichen?

Montag, 16. März 2009

Heute mal eine der angekündigten Ausnahmen vom Samstagsblog. Im Folgenden will ich mich mit einigen Details aus Thomas Plischkes Die Ordenskrieger von Goldberg, dem zweiten Band der Reihe Die Zerrissenen Reiche auseinandersetzen. Es geht mir um eine angedeutete Entwicklung, die mit gewissen magischen Gegenständen und ihren Schöpfern zusammenhängt. Dazu muss ich allerdings kräftig spoilern – wer sich den Spaß nicht verderben will, liest also auf eigene Gefahr weiter.

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Fantasy-Leser sind Eskapisten – aber das ist doch nichts Schlimmes. Oder?

Samstag, 14. März 2009

Mir geht diese doppelte Verharmlosung gehörig auf den Geist. Eskapismus ist schlimm. Unter Eskapismus leiden heißt, dass man den Zugang zur Realität weitgehend verloren hat. Dass man sich von seiner Umwelt immer weiter entfremdet. Wohin so etwas führen kann, konnte man gerade in Winnenden sehen.
Nun will ich keineswegs sagen, dass man Kretschmer jr. bloß die Fantasy-Romane hätte entziehen müssen und dann hätte es keinen Amoklauf gegeben – eskapistische Fantasy-Leser werden wohl eher nicht zu Amokläufern.
Auch glaube ich nicht, dass die bösen Computerspiele bzw. Splatter-Filme schuld sind. Diese beiden Medien können ‘Problemlösungen’ anbieten – eben den Amoklauf. Doch Nachrichten bieten diese ‘Problemlösungen’ ebenso an. Zudem ist das nur die Formulierung der Gewalt – selbst wenn der potentielle Amokläufer nicht diesen Weg wählt, muss er einen Weg wählen um seinen Frust zu kompensieren. Und an dieser Stelle setzten die Gefahren des Eskapismus ein: Durch eine Scheinflucht vor den Probleme werden keine realen Lösungen gesucht, bis die Situation unerträglich geworden ist. Dann bleibt oftmals nur Gewalt, ob nun gegen andere oder sich selbst gerichtet, da beinahe jeder Mensch diesen ‘Ausweg’ kennt.
Wenn jemand Fantasy-Leser generell als Eskapisten bezeichnet, macht mich das zornig, nicht weil es nicht stimmt – und verallgemeinert stimmte es wirklich nicht – sondern weil so die aus Eskapismus entstehenden Probleme verharmlost werden. Die typische Antwort der Fantasy-Leser – nur der Gefängniswärter kann dem Gefangenen die Flucht vorwerfen – ärgert mich ebenso sehr. Denn es findet keine echte Flucht statt. Es träumt sich nur jemand die Lage so lange erträglich, wie es geht.

Oliver

Saramee-Lesung auf der DORT.con

Mittwoch, 11. März 2009

Tom Cohel wird auf der DORT.con aus seiner Saramee-Story “Die Wege des Shem” (kommendes Band “Zeit der vier Monde”) lesen.

Saramee-Lesung mit Tom Cohel
Termin: 21. März 2009
Ort: DORT.con
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Raum: Conference

Weitere Informationen zu der DORT.con findet ihr hier: www.dortcon.de

Die Terranauten

Sonntag, 8. März 2009

…sind eine SF Serie aus den Achtzigern, die als Heftroman bei Bastei erschienen ist. Die Terranauten gelten als die grüne SF Serie und thematisierten auch den Streit zwischen Großindustrie (Kaiserkraft) und grüner Industrie.

Infos zur Serie, die ab dem Frühjahr eine Neuauflage bei Mohlberg erhält. Das ist doch mal eine spannende Neuigkeit. Ich freue mich schon drauf und bin gespannt. Auch ob sich die Serie am Markt durchsetzen wird.

“So geht das nicht!”

Samstag, 7. März 2009

Das stellte der finanzpolitische Sprecher der FDP Hermann Otto Solms in Bezug auf die potentielle Enteignung der Hypo Real Estate-Bank in der Bundestagsdebatte vom 6. März fest. Dirk Niebel, der Generalsekretär jener Partei, der große Kompetenz in puncto Wirtschaftspolitik und Rechtsstaatlichkeit zugesprochen werden, kartet nach: “Enteignungen allerdings sind mit der sozialen Marktwirtschaft unvereinbar.” – Enteignung ist ein Verfassungsbruch; so zumindest die FDPler. Was heißt in diesem Zusammenhang eigentlich: “So geht das nicht!”?

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Harte Arbeit

Freitag, 6. März 2009

Oh je, meine Saramee Kurzgeschichte liegt in den letzten Zügen. Sobald ich das Ende geschrieben haben und bevor bilbo es zerfleischen wird, muss ich den Text noch mit dem Hintergrund abgleichen. Ihr glaubt gar nicht, wieviele Köche inzwischen ihren Senf dazugaben und wie umfangreich die zu beachtenden Informationen sind.

So kann ich Kronn zum Beispiel nicht einfach umbringen, oder Argus. Gut, die spielen auch gar nicht mit. Aber ich brauchte zum Beispiel ein Ratsmitglied und prompt durfte ich mit dem Einzigen, den ich im Glossar fand, nix anrichten. Nun gibt es also einen ganz neuen und natürlich hab ich große Pläne mit ihm.

Muss ich nur noch schreiben. Das Ende.

Harte Arbeit!

Phase X6

Donnerstag, 5. März 2009

Die Ausgabe 6 von “Phase X”, dem Magazin für Phantastik, ist erschienen. Neben Berichten, Artikeln und vielem mehr ist in dieser Ausgabe die Kurzgeschichte “Ein Spion auf Europa” des walisischen Science-Fiction-Autors Alastair Reynolds als deutsche Erstveröffentlichung zu finden. Das Titelbild stammt von Chris Schlicht.

Unter anderem folgende Beiträge beinhaltet die neue Ausgabe:

- Das Antlitz der Phantastik: Vom Aussehen zum Charakter von Aliens, Elfen und Dämonen
- Mythen, Märchen und Tentakel: Mike Mignolas pulpiges Hellboy-Bestarium
- Der Monstermacher-Maestro: Carlo Rambaldi
- Das Jahr, in dem ich Kontakt aufnahm: Arthur C. Clarkes “Odyssee im Weltraum”
- Fabelwesen aus 1001 Nacht: Wunderbare Vielfalt aus Afrika und Asien
- Greif und Phönix: Die Fabelwesen im Schatten der Drachen
- Ein letztes Mal im Dino Park: Nachruf auf Michael Chrichton
- Der Poet der Phantasie: Leben und Werk von Ray Bradbury
- It’s not a Bug: Alan Dean Fosters Thranx
- Neue Diamanten: Vorstellung neuer phantastischer Bücher

Außerdem stellten sich Mike Mignola, Carlo Rambaldi, Alan Dean Foster und Wolfgang Hohlbein den Interviewfragen.

Bei Interesse einfach im Shop vorbeischauen.