Archiv für Dezember 2009

Übernahmen und ihre möglichen Folgen

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Nissan gehört zu Renault, VW kauft Porsche und Continental wird von Schaeffler übernommen. Aber Übernahmen gibt es nicht nur in der allgemeinen Wirtschaft. Auch die Phantastik fusioniert. Disney kauft Marvel, damit sind Donald Duck und Spiderman jetzt verwandt. Wenn das so weitergeht kauft Festa wohl Eloy Edictions und Shayol leibt sich Atlantis ein. Der KLP wird vom DPP übernommen und ich werde eine Literaturheuschrecke und  reich. 2084 wird es dann die große Literaturkrise geben und der Staat muss die Phantastik und ihre Spielarten in seitenweisen Konjunkturpakten stützen.

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Hit The Road Jack

Freitag, 25. Dezember 2009

Ist ein wirklich tolles Lied von Ray Charles aus den 60ern. Live gibt es das auch ein wenig moderner Anfang der Achtziger. Manchem mag das nicht modern genug zu sein, auch dauert das Sprechintro recht lang. Hier gibt es die Discoversion. Ganz schräg finde ich die Reggae Version. Clapton macht ja auch von allem ein Cover.  Und hier gibt es eine wirklich tolle akkustische Version, nur Gitarre.

Und zum Abschluss die Powerversion und die Melancholische. Oder die Stampeders.

Kalkulierter Schuldenrekord

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Die Politik ist nicht auf den Kopf gefallen. Gezwungen, dauerhaft zu entschulden, führte er eine Schuldenbremse ein. So weit so gut. Doch diese Schuldenbremse orientiert sich am Etat 2010. Und siehe da, unsere Politiker sind mal wieder pfiffig. Man geht 2010 einfach in die Vollen und hat somit für die nächsten Jahre mit Schuldenbremse mehr Möglichkeiten, weil mehr Schulden gemacht werden dürfen.

Wenn das mal kein Skandal ist.

Aber der Wähler (genau genommen die Mehrheit der Wähler) wusste es ja vorher. Und sorgte mit dem Wahlergebnis für diese Situation

Meine literarische Welt

Samstag, 19. Dezember 2009


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Ich dachte, ich schlüssle mal auf, aus welchen Ländern ich in diesem Jahr fiktionale Bücher gelesen habe. Das sind in erster Linie Romane – dieses Jahr bisher 65, es kommen wohl noch ein oder zwei hinzu, aber keine neuen Nationalitäten mehr. Dann sind da noch einige Kurzgeschichtensammlung. Hier seien besonders Carlos Fuentes, Unheimliche Geschichten und Meinshausen/Rademacher (Hg.), Neue Träume aus der Roten Kammer genannt, weil die beiden Mexiko und China mit auf die Karte bringen. Es würden noch einige weitere Länder hinzukommen, wenn ich die einzelnen Kurzgeschichten, die ich so gelesen habe, dazu nehmen würde, aber dass ist mir schlicht und einfach zu anstrengend.
So sind es fünfundzwanzig Länder – gar nicht mal so schlecht. Schade ist nur das Afrika terra icognita in literarischer Hinsicht ist.
Mal sehen, ob ich im nächsten Jahr literarisch mehr Länder bereise und ob endlich Afrika dabei ist.

So, und jetzt mache ich für dieses Jahr Pause mit dem Blog.
Schöne Feiertage, guten Rutsch etc. pp.

Oliver

Afghanistan III.

Freitag, 18. Dezember 2009

Heute nur eine knappe Unmutsbekundung.
In einem Interview bezüglich der Affäre um die bombardierten Tanklaster behauptete Ruprecht Polenz (CDU), seines Zeichens Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses, dass die Debatte nicht auf den Rücken der Bundeswehrsoldaten ausgetragen werden dürfe – die Soldaten müssten erwarten dürfen, dass die deutsche Öffentlichkeit (i. e. der gemeine Bürger) sie unterstütze. Nun, was heißt eigentlich, dass die Debatte auf dem Rücken der Soldaten ausgetragen werde – ich habe weder Gysi, noch Trittin oder Gabriel auf Soldaten sitzen sehen. Ist damit vielleicht gemeint, dass Soldaten nicht die Konsequenzen tragen dürften von – ja wovon eigentlich? Wenn ein Soldat gegen das Völkerrecht verstößt, wird er doch wohl bestraft werden, oder nicht? Jedenfalls wurde das für US-amerikanische Fehltritte im Irak und in Afghanistan gefordert, warum nicht auch für deutsche. Oder sind vielleicht die Folgen von politischen Fehlentscheidungen gemeint? Die sollten in der Tat nicht von Soldaten, sondern von Politikern getragen werden – allein was bedeutet es schon, dass ein Politiker die Konsequenzen trägt? Es heißt doch nicht mehr, als dass seine Karriere eine Delle erhält. Wenn der entsprechende Politiker gewieft genug ist, wie etwa Roland Koch, dann kann er noch lange Zeit Ministerpräsident bleiben.
Zurück zu Herrn Polenz’ Forderung. Der meint ja eigentlich, dass die deutsche Öffentlichkeit die Konsequenzen tragen solle. Das ist doch der Hohn schlechthin – rund 70% der Deutschen (immer hin der angebliche Souverän des Staates BRD) halten den Einsatz in Afghanistan für falsch und jetzt sollen sie – ohne zu murren, wohlgemerkt! – für die gemachten Fehler einstehen.
De facto ist die Bundeswehr eine Regierungsarmee und damit dürfen die Soldaten real auch nur die Unterstützung der Regierung erwarten – die ist, wie alles was die Regierung veranlasst, bloßer Murks und rein symbolisch.

Oliver

Der programmierte Mensch

Dienstag, 15. Dezember 2009

 Die Alten wussten es schon immer. Alles steht im Buch des Schicksals beschrieben. Die Vorhersehung bestimmt unser Leben. Das zeigt die moderne Welt.

 Warum?

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Gleichberechtigung in Gefahr!

Montag, 14. Dezember 2009

 Jetzt haben wir es schwarz auf weiß. Der Chef der Adler-Werke (Neudeutsch: Bundesagentur für Arbeit) sieht die größte Gefahr für den Arbeitsmarkt langfristig darin, dass Frauen keine technischen Berufe wie das Ingenieurwesen ergreifen. Kurzfristig sei zwar die Exportschwäche Schuld an der steigenden Arbeitslosigkeit, langfristig aber der Ingenieurmangel das große Problem.

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BBC-Verfimlung der Gormenghast-Reihe auf Arte

Samstag, 12. Dezember 2009

Spread the news: In der Molochronik habe ich gelesen, dass der Fantasy-Blog Wetterspitze mitteilte, dass die vierteilige BBC-Serie Gormenghast am 2. und 3. Januar 2010 von Arte gesendet werden. (Puh, was’n Satz.) Ich bin gespannt!

Und nebenbei: Habe gestern “Tilt!”, den Jahresrückblick 2009 von Urban Priol gesehen. Als Reaktion auf die politischen Wiedergänger der FDP (Brüderle, Solms, Leutheusser-Schnarrenberger und gefühlt Westerwelle) rief er nach John Sinclair. Ohja, bitte, bitte mit Zucker obendrauf: Herr Dark, wollen Sie nicht einen Vierteiler schreiben, in dem der Sohn des Lichts Deutschland von dieser unheiligen Präsenz befreit? Ich würd’ auch wieder Sinclair-Fan werden!

Oliver

Alles wird gut!!!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

UUUUUUUAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!

Sehe gerade Tagesschau – Dr. Rösler (FDP), seines Zeichens Gesundheitsminister, erklärt den Deutschen warum alles gut wird: “Wir gehen davon aus, dass es besser wird, als erwartet.”

Puh, und ich hatte schon Angst, die Erwarter, statt die Davon-Ausgeher hätten Recht…

Oliver

Show, not tell, oder?

Samstag, 5. Dezember 2009

Ein beliebtes Dictum für das Schreiben von Erzähltexten lautet: “Show, not tell.” Damit ist gemeint, dass der Autor z. B. eine gefährliche Situation so schildern soll, dass der Leser ihre Gefährlichkeit spürt, ohne dass explizit darauf hingewiesen werden muss, dass sie gefährlich ist.
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