Ich bin beinahe sprachlos: Bundespräsident Horst Köhler ist mit sofortiger Wirkung aD. Seine Feststellung, die Bundeswehr müsse Kriege für wirtschaftliche Interessen führen, hat ihn wohl zu diesem Schritt bewogen. Schuld sind natürlich die anderen, die bösen Oppositionellen, die behaupten, das sei verfassungswidrig. Jetzt frage ich mich natürlich, warum dieser Schritt? Um das Amt nicht zu beschädigen? Ist er einfach nur beleidigt? Das gibt einem doch zu denken.
Archiv für Mai 2010
Horst Köhler ist zurückgetreten
Montag, 31. Mai 2010Deutsch ist IN
Sonntag, 30. Mai 2010Wir gewinnen den Schlagerwettbewerb, der keiner ist. Das englische Poplied ist recht gelungen, geht einem leider nicht mehr aus dem Ohr.
Um diese entsprechend zu spülen, mehr aus unserem schönen Lande. Teutonic Terror läßt mit Sicherheit kein Platz für irgendwelche Popwürmer. Hier auch ein schönes Medley mit UDO. Auch DORO begeht die Nacht des Hexers.
Nur mit der deutschen Sprache haben sie es alle nicht. Zumindest wenn sie singen.
Appaloosa: Eine Re… Re… Wie heißt das Wort, das ich suche? Eine Revision zu einem eigenwilligen Spätwestern
Samstag, 29. Mai 2010
Zugegeben, das Wortspiel ist im Englischen viel besser. Also, ich habe vor Kurzem mir Ed Harris’ Western “Appaloosa” gegönnt. Er hat eher mäßige Kritiken bekommen – zu “talky”. Ich fand ihn durchaus gelungen.
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Rashomon oder der Utilitarismus des Individuums
Samstag, 22. Mai 2010Rashomon gehört zu meinen Lieblingsfilmen von Akira Kurosawa. Dabei ist der Plot des 88 Minuten Films schnell erzählt: Drei einfache Männer (ein Holzfäller, ein Priester und ein Schurke) treffen sich während eines scheußlichen Regengusses in einer Tempelruine. Zwei von ihnen sind verwirrt und verunsichert. Sie hatten gerade in einer Gerichtsverhandlung Unglaubliches gehört. Ein reisender Samurai und seine Frau waren von einem Straßenräuber überfallen worden. Der hatte den Samurai in eine Falle gelockt, überwältigt und gefesselt, um vor seinen Augen die Frau zu vergewaltigen. Dann ist der Ablauf etwas unklar, weil alle Augenzeugen den Fall unterschiedlich schildern. Am Ende jedoch ist der Samurai tot, die Frau in ein Kloster geflüchtet und der Räuber mit den Habseligkeiten des Samurai auf und davon, bis ihn ein Kopfgeldjäger überwältigt und vor Gericht bringt.
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Ronnie James
Dienstag, 18. Mai 2010Ja, Ronnie James. Wie lange ist unsere erste Begegnung her?
Heute: The personal weird
Samstag, 15. Mai 2010Heute ist ein seltsamer Tag. Alles fühlt sich bekannt an. Mir ist, als hätte ich die Texte alle schon einmal gelesen, als hätte ich die Gespräche schon einmal geführt. Ich habe ein dauerhaftes Deja-vu. Es ist, als wenn ich den Tag schon einmal gelebt hätte und die Ereignisse sich nur oberflächlich von denen anderer Tage unterscheiden. Der Höhepunkt war, als ich vorhin an der Stelle vorbei kam, an der vorige Woche eine von den fetten orange-roten Raupen zertreten auf den Gehweg lag. Heute ist genau an dieser Stelle eine von den fetten orange-roten Raupen vorbei gekrochen.
Ein kleiner Hinweis noch: Ich habe gerade den ersten Streckenabschnitt meiner phantastischen Weltreise freigeschaltet.
Oliver
Gratis Comic Tag 2010 – mehr als ein Trostpreis
Samstag, 8. Mai 2010So ein Samstag ist familientechnisch stets eine ganz enge Kiste. Mir war schon klar, dass ich nicht gleich morgens vor einem Comic-Laden würde aufschlagen können und so zogen wir denn auch erst nach dem Mittag los. Zu zweit.
Dank der Händlerliste auf der Homepage des GCT hatte ich eine kleine Rundreise durch Berlins Innenstadt geplant.
Erstes Ziel war der Grobe Unfug in der Weinmeister Straße.
Dieser urige Laden war voller Leute und glücklicher Verkäufer. Hier erfuhren wir dann, dass man nur ein Comic pro Person mitnehmen konnte. Hätte ich mal doch mehr Druck in der Familie gemacht!
So aber mussten wir wählen. Hellboy und Götterdämmerung kamen mit und wurden gleich durchgeschmökert auf dem Weg zu Modern Graphics in der Oranienstraße.
Auch hier war die Hölle los, das ist aber ganz normal.
Zwei Comics reicher, nämlich Star Wars und DC Blackest Night machten wir hoffnungsfroh auf dem Weg zum zweiten Groben Unfug in der Zossener Straße.
Doch hier waren die Comics schon seit Stunden weg. Der Erfolg sei überraschend überwältigend, erklärte ein zerknirschter Verkäufer, er gehe aber davon aus, dass es einen GTC 2011 geben wird.
Etwas weniger hoffnungsfroh machten wir uns auf den Weg zu den beiden letzten Läden auf meiner Liste – zwei Touri-Fallen, ich sah schon schwarz.
Jedoch ließ Dussmann sich nicht lumpen, obwohl die Auswahl schon arg begrenzt war, schlugen wir wieder zu: Horror-Schocker und Troll von Troy.
Das tröstete uns dann schon, selbst als der Virgin Store im Hauptbahnhof unsere zweite Fehlanzeige wurde.
Fazit: 6 coole Comics aus fünf Läden, ein Traum.
Als besonders spannend aber stellte sich für mich heraus, dass die kleinen Comic-Läden doch recht gut zu erreichen sind. Ein himmlisches Einkaufsgefühl ist es auf jeden Fall.
Gratis Comic Tag 2010 – Niete: Leider Verloren!
Samstag, 8. Mai 2010Heute ist Gratis Comic Tag: Dreißig extra für diesen Tag produzierte Comics werden unter die Leute gebracht. Verknüpft wird das mit zahllosen Events. Näheres dazu auf der offiziellen Website: http://www.gratiscomictag.de/
Ich für meinen Teil hatte, hmm, Pech? Ich war um ca. 10.30 beim Händler meiner Wahl, wartete etwa eine halbe Stunde in der Schlange, und als ich dran war, waren nur noch zwei, drei Comics nach. Alles andere war ‘ausverschenkt’, käme auch nicht wieder rein.
Das finde ich reichlich ärgerlich. Warum heißt es dann von 10.00 bis 18.00, wenn man bei Ankunft 10.30 (so gut wie) nichts mehr bekommt? Ich bin früher als üblich für einen Samstag aufgestanden, habe erst im Stau und später in einer Warteschlange gestanden, also den ganzen Samstag Vormittag verplempert. Auch die Fahrkosten nicht vergessen. Geht die Veranstalter vom Gratis Comic Tag natürlich alles nichts an, aber für eine Niete ist das Ganze schon reichlich aufwendig.
Fazit: Nächstes Jahr bleibe ich zu Hause.
Oliver
Der wahre Schatz – AndyCon 2010
Sonntag, 2. Mai 2010Am vergangenen Wochenende, also vom 24. bis 25. April 2010, fand in Berlin der AndyCon statt. Feierlicher Anlass war das 25jährige Jubiläum des SF-Clubs Andymon.
Ein Con in Berlin! Da musste ich hin. Bereits im Januar sprach mich Hardy Kettlitz an, ob der Fantasyguide nicht etwas auf dem Con machen wolle. Das Brainstorming in der Redaktion ergab dann auch eine günstige Gelegenheit. Da wir irgendwann die Kurzgeschichten des Monats als Anthologie herausbringen werden, bot es sich an daraus vorzulesen.
Somit wurde ich zum Referent des AndyCons und Samstag gegen 13:00 Uhr konnte ich mein Badget abholen, was kein Verzehrbon darstellte, wie ich vorher vermutete, sondern ein Namensschild.
Im Zeiss-Großplanetarium Berlin am Thälmannpark tummelten sich bereits etliche Andymonier und kurz konnte ich mit Ronald Hoppe von Shayol plaudern. Dann traf auch schon Markus Mäurer ein und gemeinsam begannen wir den Con-Tag mit der Eröffnungsveranstaltung. Offenbar konnte man von Glück reden, dass der Con stattfand, denn das Planetarium steht unter einer terminlich vagen Sanierungsdrohung.
Der erste Veranstaltungspunkt auf meinem Plan hieß »Die ferne und die fernste Zukunftsforschung in SF und Zukunftsforschung« von Karlheinz Steinmüller. Als Zukunftsforscher führte er uns sehr unterhaltsam in die fernste Zukunft – man glaubt gar nicht, wie überraschend relevant die Zukunftsprognose sein kann. Eine Beamerfernbedienung kann im Übrigen einen Mann wie Karlheinz Steinmüller nicht aus dem Konzept bringen, selbst wenn sie sich als noch so störrisch erweist.
Während Markus im Planetarium-Saal blieb, eilte ich zur Veranstaltung über den Roman Andymon, immerhin war das mein Lieblings-SF-Buch in meiner Jugend. Der Editionswissenschaftler Christian Schobeß stellte dort nicht nur seine Fachrichtung, sondern auch die Unterschiede in den beiden Andymon-Fassungen vor. Karlheinz Steinmüller erweiterte das Wissen des Forschers um einige Anekdoten zur Werksgeschichte. Einiges kannte ich schon von meinem Interviewbesuch bei den Steinmüllers. Amüsant und informativ war es jedoch auf alle Fälle. Ich bin recht froh, dass sich in der Verlagsszene die Erkenntnis durchsetzt, dass auch andere Textfassungen für den Leser von Interesse sind.
Auch meine nächste Veranstaltung fand im Kinosaal statt: Eine Lesung von Boris Koch. Bisher kannte ich ihn nur dem Namen nach, doch er präsentierte sich mit seiner Fantasygeschichte als ernsthafter und sehr sympathischer Zeitgenosse. Besonders beeindruckte mich sein Statement zu einem möglichen dritten Band seines “Drachenflüsterers”. Den gibt es nämlich erst, wenn er nicht nur eine runde Geschichte dazu im Kopf habe, es sei zudem für ihn wichtig, dass er sie auch schreiben muss, als eine Weiterentwicklung seiner selbst. Ähnlich äußerte sich im Übrigen später auch Dmitry Glukhovsky.
Dessen Lesung stellte den offiziellen Höhepunkt des Cons dar und fand wieder im Planetariumsaal statt. Während Dmitry seine kurze Leseprobe in Stakkato-Russisch aus seinem MacBook vorlas, erschien mir der deutsche Vorleser etwas überambitioniert. Die anschließende moderierte Fragerei machte jede Menge Spaß, vor allem deshalb, weil Dmitry überraschend gut deutsch spricht. Im Mittelpunkt stand natürlich sein Buch “Metro 2033″, für das ich mir anschließend auch eine (unleserliche) Widmung holte. Naja, Спасибо ist zu entziffern. Hätte nicht gedacht, dass mein Schulrussisch irgendwann mal einen Nutzen bringt.
Jedenfalls begeisterte mich auch diese Lesung, wie Shockwaverider vorher schon erwähnte, ist Dmitry ein durch und durch netter Zeitgenosse, der zwar wie der typische Panzerfahrer Kolja aussieht, sich aber als quirliger Jungspund mit breitgefächerten Interessen herausstellte.
Ungemein beeindruckend.
Der Abschluss des ersten Abends stellte eine Veranstaltung des Hörkinos dar, das regelmäßig im Zeiss-Großplanetarium Berlin veranstaltet wird. Nach dem ersten Hörspiel, eine recht exzentrische Bearbeitung von Metropolis, reiste ich nach Hause. Wie es sich für einen alten Sack gehört, zeitig ins Bett und gegen den Strom der Jugendlichen, die zu einer wilden Samstag-Nacht in die Stadt jammten.
Die erste Veranstaltung am Sonntag klemmte ich mir, man will ja nicht vor dem Aufstehen umherzuckeln. Hardy stöhnte etwas unter dem Wetter, da es die Millionen Berliner davon abhielt, den Con zu stürmen. So ganz konnte ich die Klage aber nicht verstehen, da ich den Con recht gut besucht fand. Aber klar, bei trüben Wetter, hätte es bestimmt mehr Gründe zum Erscheinen als zum Wegbleiben gegeben.
Mein Con-Tag begann mit Erik Simons Vortrag zum Werk der Strugatzkis. Der Mann hat ein ungeheures Wissen zum Thema, schreibt aber deutlich besser. Ein paar Bilder und Folien hätten dem Ganzen gut getan. Zum Glück konnte er in der Nachfolgeveranstaltung deutlich mehr punkten, als es mit Dmitry zusammen um aktuelle russische Phantastik ging – ein Themengebiet, dass für mich ein weißes Blatt Papier ist, da ich außer Lukianenko keine Autoren gelesen habe. Das sah danach anders aus. Neben Einblicke in die russische SF-Szene und deren politische Hintergründe erfuhren wir auch wieder jede Menge über Dmitry Glukhovsky und Erik Simon. Dabei schwankten die Betrachtungen von imperialistischen Tendenzen in der russischen SF bis hin zu Dmitrys südamerikanischen Phantastik-Inspirationen. Sehr sehr spannend!
In der nächsten Lesung saß zu meinem größten Vergnügen erneut Frank Böhmert vor mir in der Reihe – der arme Markus lief schon den zweiten Tag beständig an ihm herum, aber später am Abend fand dann das glückliche Treffen doch noch statt.
Gelesen hat aber nicht Frank, sondern Tobias O Meißner. Obwohl ich bisher noch nichts von ihm gelesen habe, verfolgt mich ständig sein Name – seine Autoren-Seite ist bei uns im Fantasyguide Bestandteil der Musterrezension.
Man sah ihm die Enttäuschung an, dass sich kam zehn Leute fanden, ihm zuzuhöhren. Extra für die SF-Fans hatte er eine raffinierte Herleitung zu seinem Fantasybuch erdacht. Er las nämlich aus seinen Kolumnen für eine PC-Spielezeitung vor. Sehr pointiert und vor allem reichlich tiefgründig. Was er vorlas, gehört für mich zu den besten Szene-Kommentaren. Die Sammlung Ladezeit ist vorgemerkt.
Hernach las er dann aus den Dämonen vor, zwei kurze Kapitel über die Invasion. Eine aus der Sicht eines sehr kleinen Dämonen und eines aus der Sicht eines fünfjährigen Mädchens. Witz und Grauen vermischten sich zu einer abgefahrenen und wiederum reizvollen Maische.
Auch wenn er von der Lesung enttäuscht war, mir hat sie imponiert und mich überzeugt, ihn zu lesen.
Und danach kam der eigentliche Höhepunkt. Meine Familie traf ein. Am Buchstand von Otherland trafen wir meinen Mitleser Jakob Schmidt und auch Boris Koch fungierte als Verkäufer und ohne Buch gingen wir nicht nach Hause. Der Drachenflüster 1 läuft nun hier zu Hause unter »cool, spannend geschrieben« durch die Hände.
Dann das große Zittern. Wir stellten die demnächst erscheinende Anthologie “Der wahre Schatz” mit den Kurzgeschichten des Monats vor. Ich las zuerst. Meine kleine SF-Story »Ersatzteil« eröffnete den Reigen. Marcus Richter, den ich aus der Leselupe kannte, aber noch nie traf trug mit Begeisterung einen Part aus seiner epischen Story »Ein verflucht gutes Buch« vor und Jakob katalogisierte seine Splattergeschichte »Abfallprodukte« in Anbetracht des kindlichen Publikums schnell um. Dank familiärer Unterstützung knackten wir die zweistelligen Zuhörerzahl und zum Dank erhielten wir die Clubausgabe von Andymon. Juhu!
Während Markus noch mit diversen Autoren Futtern und Quatschen ging, folgte der brave Familienvater seinen Pflichten und fuhr nach Haus.
Für mich war es ein sehr vergnügliches und spannendes Wochenende, mit vielen neuen Literaturempfehlungen und interessanten Gesprächen. Mir gefiel sowohl die intime Atmosphäre, als auch die mehr als passende Umgebung. Toll gemacht Andymon!
Zum Tag der Arbeit: Grüße nach Thailand
Samstag, 1. Mai 2010Thailand ist ein Land mit enormen sozialen Problemen – das Land ist quasi gespalten. Thaksin Shinawatra wurde 2002 als Premierminister gewählt, um diese Probleme zu lösen. Auch wenn es dabei zu einiger Korruption kam, war ihm in dieser Aufgabe durchaus ein gewisser Erfolg beschieden. 2006 putschte das Militär mit Unterstützung des Adels und seiner Parteigänger.
2007 wurde eine Neuwahl abgehalten und Samak Sundaravej wurde Thaksins Nachfolger – er führte mit der Nachfolgepartei Phak Palang Prachachon (PPP) Thaksins Politik des Ausgleichs weiter und wurde neuer Premier. 2008 wurden auch gegenüber Samak Korruptionsvorwürfe laut; nach tagelangen Protesten der Parteigänger des Adels, stellte das Verfassungsgericht fest, dass Samak kein Premier sein dürfe, da eine Anstellung als Fernsehkoch nicht mit dem Amt vereinbar sei.
Samaks Stellvertreter Somchai Wongsawat, ein Schwager Thaksins, wurde neuer Premier. Wiederum nicht für lange Zeit: Noch im selben Jahr nahmen die Proteste an Schärfe zu und letztlich löste das Verfassungsgericht die PPP wegen Wahlbetrugs auf. Somchai und anderen zentralen Vertretern der armen Schichten, wurde für fünf Jahre eine politische Betätigung untersagt.
Keine zwei Wochen später wurde Abhisit Vejjajiva, der schon eine zentrale Rolle im Vorfeld des Putsches spielte, neuer Premier. Seither formierte sich ein massiver Widerstand gegen die Regierung Thailands; die Protestierenden werden nach ihrem wichtigsten Erkennungsmerkmal “Rothemden” genannt. Viele von ihnen sind ehemalige Anhänger Thaksins, die jedoch nicht dessen Korruption rechtfertigen oder gar gutheißen, sondern auf ihr Recht auf eine demokratisch gewählte Vertretung und eine Politik des Ausgleichs pochen.
Seit Dezember 2008 gibt es Proteste, die an Schärfe zunehmen. Das liegt in erster Linie an der Eskalationsstrategie der Parteigänger des Adels, die die Sicherheitskräfte immer wieder mit Gewalt gegen die Rothemden vorgehen lässt – mit einem Gewaltniveau, das bei der ‘korrupten’ Vorgängerregierung nie zum Einsatz kam.
Heute bin ich mal pathetisch: Ich wünsche den Protestlern alles Gute – mögt ihr eure Ziele erreichen, ohne dabei einen allzuhohen Preis zahlen zu müssen.
Wo bleiben eigentlich die Protestnoten an die thailändische Regierung? Wo die Mahnungen unserer Regierung, dass die Demokratie in Thailand nicht beschädigt werden dürfe? Alle schon für Afghanistan verbraucht?
Oliver






