Artikel-Schlagworte: „Literatur“

Über die Traurigkeit des Rezensenten

Samstag, 4. September 2010

Wer selbst rezensiert, wird es vielleicht kennen: Beim Rezensieren erlebt man noch einmal, meistenteils gemindert, die Emotionen des Lesens. War der Roman schön, so empfindet man Freude beim Schreiben, war er blöd, langweilig etc. pp., so empfindet man Ärger. Oftmals zieht man einfach sein Programm routiniert durch, vielleicht ist man leicht genervt und fragt sich, ob man wohl für diese Art von Geschichte eine Rezensionsschablone anlegen könnte. In seltenen Fällen ist man auch traurig, nicht weil die Geschichte traurig war, sondern weil man ein schlechtes Urteil sprechen muss, obwohl man lieber ein gutes spräche.
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Die phantastische Weltreise, vierte Etappe.

Samstag, 14. August 2010

Copy&Paste: Heute wiederum nur der Hinweis auf den dritten vierten Teil der 30 Buchvorstellungen. Dies Mal gibt es Literatur aus Arabien und Afrika Asien und Ozeanien.

Die angemessene Lesehaltung adelt den schwierigen Text

Samstag, 31. Juli 2010

Larry vom OF Blog of the Fallen hat gerade so eine Frage am Wickel, die mich schon seit einiger Zeit beschäftigt. Bei ihm geht es um den hervorragenden Leser, der die Bücher eben nicht nur konsumiert, also runterliest ohne nachzudenken, sondern der in einen Dialog mit dem Text tritt. Auch wenn ich glaube, dass Larry mit der grundsätzlichen Beobachtung, die zwischen dem Konsumieren und der Auseinandersetzung trennt, recht hat, würde ich die Glocke etwas niedriger hängen.
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Die phantastische Weltreise, dritte Etappe

Samstag, 10. Juli 2010

Heute wiederum nur der Hinweis auf den dritten Teil der 30 Buchvorstellungen. Dies Mal gibt es Literatur aus Arabien und Afrika.

Die phantastische Weltreise, zweite Etappe

Samstag, 12. Juni 2010

Heute von mir nur ein kleiner Hinweis auf den die zweite Etappe meiner phantastischen Weltreise.

Oliver

Heute: The personal weird

Samstag, 15. Mai 2010

Heute ist ein seltsamer Tag. Alles fühlt sich bekannt an. Mir ist, als hätte ich die Texte alle schon einmal gelesen, als hätte ich die Gespräche schon einmal geführt. Ich habe ein dauerhaftes Deja-vu. Es ist, als wenn ich den Tag schon einmal gelebt hätte und die Ereignisse sich nur oberflächlich von denen anderer Tage unterscheiden. Der Höhepunkt war, als ich vorhin an der Stelle vorbei kam, an der vorige Woche eine von den fetten orange-roten Raupen zertreten auf den Gehweg lag. Heute ist genau an dieser Stelle eine von den fetten orange-roten Raupen vorbei gekrochen.

Ein kleiner Hinweis noch: Ich habe gerade den ersten Streckenabschnitt meiner phantastischen Weltreise freigeschaltet.

Oliver

Ein Kessel Klischees

Samstag, 27. März 2010

Für ein längeres Projekt – eine phantastische Weltreise – lese ich gerade Phantastik aus aller Herrenländer. So habe ich jetzt Juri Andruchowytschs Zwölf Ringe beendet, der als Vertreter für die Ukraine geplant war. “War”, richtig gelesen. Der Roman sagt mir überhaupt nicht zu.
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Das doppelte Aschenputtel mit Fußball & Modenschau

Samstag, 20. März 2010

Ich habe gerade “Unseen Academicals”, Terry Pratchetts neuesten Scheibenwelt-Roman (beinahe ein Pleonasmus), gelesen. Irgendwie gehört er wohl zu Subzyklus der Zauberer; schließlich entdecken die Zauberer, dass sie am Volkssport ‘foot the ball’ teilnehmen müssen, wollen sie nicht die Ansprüche auf ausgedehnte Mahlzeiten verlieren. Dieses ‘foot the ball’ ist nun eine degenerierte Variante vom Fußball: Es gibt zwei Teams, die einen Holzball ins gegnerische ‘Tor’ zu befördern versuchen, während die Fans die Spieler anfeuern, mit Dingen bewerfen, die ‘Tore’ verschieben usw. Und dann gibt es die Hooligans. Der Patrizier ist nicht begeistert. Da die Zauberer nun einmal spielen müssen, sollen aber auch gleich die Regeln geändert werden – das Spiel soll etwas ziviler werden.
An dieser Stelle ein Zitat vom Buchrücken: “The thing about football – the important thing about football – is that it is not just about football.”
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And Now: A Short Intermission

Samstag, 6. März 2010

Eigentlich hatte ich etwas über fünf Filme schreiben wollen, aber mir ist gerade aufgegangen, dass ich mich an einen davon nicht mehr gut genug erinnern kann. Das wird dann wohl nächsten Samstag folgen.
Stattdessen gibt es heute nur einen kleinen Hinweis: Ich lese gerade “Für Fortgeschrittene” vom Alek Popov. Das sind zwanzig Kurzgeschichten (im Schnitt 14 Seiten lang), von denen der Buchrücken beteuert, sie seien Monty Python auf Bulgarisch: Sie trieften vor schwarzem Humor und abgründigem Witz. Ich habe bisher nur zwei gelesen, aber die waren sehr gut. Die erste (Russischer E-Mail) war ratz-fatz durch und am Ende fragte ich mich, ob das nun eine garstige conte cruel oder eine gemeine Schelmengeschichte war – das Ende ist offen. Rezension gibt es in ca. 2 Wochen am üblichen Ort.

Oliver

Christian Endres’ Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes

Montag, 4. Januar 2010
But then the ghosts did apply.

But then the ghosts did apply.

Ich habe das Glück gehabt, als Testleser für Christian Endres’ Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes fungieren zu können. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von zwanzig Kurzgeschichten und Vignetten, in denen Holmes und Dr. Watson die Fälle angehen, für die vor hundert Jahren die Welt noch nicht bereit war: Es geht gegen Ghule und Koksdealer aus dem Feenreich, um das Erbe des größten Vampirs und eine Gefälligkeit für einen alten Gott.
Gestern habe ich ein Exemplar von Christian bekommen. Es sieht gut aus. Da ich Testleser war, fühle ich mich nicht dazu berufen, etwas über die Qualität zu sagen – da würde man mir zu Recht Parteilichkeit vorwerfen können. Aber das Buch sieht gut aus, soviel steht mal fest. Beim Durchblättern war ich sogar ein bisschen stolz – ich glaube mir vorstellen zu können, wie Christian empfindet. Überrascht stellte ich gestern fest, dass das Buch nur 241 Seiten hat (auch wenn viel Text auf den Seiten ist), mir aber doch einiges an Mühe bereitete, obwohl ich nur Testleser war. Mein Respekt vor Autoren, die es schaffen, ein ganzes Buch von Buchdeckel zu Buchdeckel zu füllen (und nicht wie ich bloß mal einen Artikel oder eine Kurzgeschichte schreiben), ist damit wieder einmal gewachsen.
Nun ist es draußen. Ich wünsche Christian viel Erfolg damit, viel Lob & viele Verkäufe. Mir jedenfalls hat die ganze Angelegenheit viel Spaß gebracht.

Oliver