Wer selbst rezensiert, wird es vielleicht kennen: Beim Rezensieren erlebt man noch einmal, meistenteils gemindert, die Emotionen des Lesens. War der Roman schön, so empfindet man Freude beim Schreiben, war er blöd, langweilig etc. pp., so empfindet man Ärger. Oftmals zieht man einfach sein Programm routiniert durch, vielleicht ist man leicht genervt und fragt sich, ob man wohl für diese Art von Geschichte eine Rezensionsschablone anlegen könnte. In seltenen Fällen ist man auch traurig, nicht weil die Geschichte traurig war, sondern weil man ein schlechtes Urteil sprechen muss, obwohl man lieber ein gutes spräche.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Über die Traurigkeit des Rezensenten
4. September 2010In meinem Traum ist die Welt zwar besser, aber nicht gut – ich bin doch ein Pessimist.
30. August 2010In dieser Traumwelt gibt es einen Menschen, der ein Buch veröffentlicht hat. Das Buch ist ein kruder Blödsinn, in dem der Mensch seinen rassistischen Ressentiments und andern dummen Vorurteilen Luft macht. In meinem Traum wird daraus aber kein Bestseller; die Medien machen keine großen Schlagzeilen daraus, es gibt nur eine kleine Notiz – der Soundso will mit seinen dummen Vorurteilen Geld machen. Die Leute seufzen, schütteln traurig den Kopf und gehen dann wieder wichtigen Dingen nach. Denn sie wissen: Dieser Mensch verdient sein Geld nicht nur mit dem Schreiben von Büchern voller dummer Vorurteile, er ist auch maßgeblich an der Finanzwirtschaft beteiligt, die aus Menschen, die zum Teil hart arbeiten, Opfer macht – sie schafft arme Menschen, die nicht am gesellschaftlichen Reichtum teilhaben können, auch nicht am kulturellen – es fehlt am Geld für die Eintrittskarte.
Und dieser Mensch, dieser Autor eines Buchs voller dummer Vorurteile, der will, wie alle anderen Menschen auch, Aufmerksamkeit, er will anerkannt werden. Für seine Tätigkeit im Zusammenhang mit der Finanzwirtschaft wird er allerdings nie gelobt – diese Art von Tätigkeit wird in der Öffentlichkeit allenfalls getadelt, weil sie mit Gier und mangelnder Mitmenschlichkeit verbunden ist. Er ist es leid, ein Täter, zudem ein ungenannter, zu sein. Er wäre viel lieber ein Held, ein Retter der Gesellschaft. Also macht er, was so viele Täter machen: Er sagt, die Opfer seien selber schuld. Und schlimmer noch, sie wollten es nicht anders und trieben so die Gemeinschaft in den Ruin – sie seinen die Täter, nicht er, der maßgeblich an der Finanzwirtschaft beteiligt ist. Wenn nun die anderen ihm Dummheit vorwürfen, dann sieht er selbst sich als Opfer einer gemeinen Kampagne – er, nicht die Opfer seiner wahren Berufung, sei das moralisch reine Opfer. Wer nicht seine harten Wahrheiten (hart nicht gegen sich, sondern die Opfer seiner anderen Tätigkeit) höre, der würde wie diese Schurken das Land in den Ruin treiben. Armseliger Unfug, wie die anderen Menschen wissen.
Darum schütteln die anderen Menschen darüber nur traurig den Kopf und schweigen. Denn sie wissen, dass dieser Mensch einer unmoralischen Tätigkeit nachgeht und dafür viel Geld bekommt. Sie wissen, dass er aber außerdem noch Anerkennung haben will. Diese gewähren sie ihm nicht – in meinem Traum.
Oliver
Running Time – Murphy’s Law in 65 min
28. August 2010Alles läuft bei mir schief, ich habe also nicht viel Zeit – daher heute nur eine Minikritik zu Running Time, einem eher unbekannten Film mit der einzigen männlichen Scream-Queen: Bruce Campbell. (Von dem man sowieso viel mehr sehen sollte.)
Diesen Beitrag weiterlesen »
Hartz-IV
26. August 2010Das waren doch diese oft aus anderen Ländern stammende, faulen und arbeitsunwilligen Menschen, die mehr bekommen als der hartschuftende Postbote. Oder nicht?
Eine Studie besagt das Gegenteil.
Hauptsache Kontrolle: Bildungschancen für Harz4-Kinder
21. August 2010Im Februar dieses Jahres hatte das Verfassungsgericht geurteilt, dass die Berechnung der Sätze für Harz4-Empfänger nicht verfassungsgemäß, weil aus dem Bauch heraus geschätzt, seien. Das gelte ganz besonders für Kinder. Bis zum 1. Januar 2011 muss eine korrigierende Novelle auf dem Weg gebracht worden sein. Bis jetzt hat sich nicht so viel getan, aber Ursula von der Leyen (Ministerin für Arbeit und Soziales), weiß schon, dass es kein Bargeld auf die Hand geben soll – das würden die Harz4-Mütter – denn die Mehrheit der eigentlichen Empfänger von Harz4 für Kinder sind de facto alleinerziehende Mütter – ja eh’ nur versaufen. Vielleicht auch verhuren oder für teure Friseurbesuche ausgeben, man weiß es nicht so genau, aber jedenfalls würde es nicht dem Kind zugutekommen. Also gibt’s – tatatataaa!:
Diesen Beitrag weiterlesen »
Blood Of Nation
21. August 2010So lautet das neue Album der Solinger Schwermetallband Accept. Ein neuer Sänger, der sich vor Udo Dirkschneider nicht verstecken muss.
Klare Kaufempfehlung! Die Scheibe rockt!
Die phantastische Weltreise, vierte Etappe.
14. August 2010Copy&Paste: Heute wiederum nur der Hinweis auf den dritten vierten Teil der 30 Buchvorstellungen. Dies Mal gibt es Literatur aus Arabien und Afrika Asien und Ozeanien.
Zeit der Veränderung
7. August 2010Es ist eine Zeit der Veränderung. Persönlich, vielleicht auch weltweit.
Passenderweise sind die Scorpions auf Abschiedstour. Ihr Hit „Wind Of Changes“ war die musikalische Untermalung der Umbruchzeit Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger. Der Fall des Eisernen Vorhangs war ein Umbruch in eine Welt, die scheinbar erstarrt war. Diesen Beitrag weiterlesen »
Inglourious Basterds – Hmm, keine Ahnung; so ganz okay-ish.
7. August 2010So, jetzt ist auch der neue Tarantino abgehakt. Wird ja einerseits hoch gelobt, andererseits scharf abgelehnt. So eine lauwarme Kritik gibt es selten. Aber der Reihe nach.
Erwachsenwerden
6. August 2010Ja, das mit dem Erwachsenwerden. Eine gar nicht so einfache Sache. Volljährig ist man heutzutage mit 18. Früher galt die Grenze mit 21, vor 1875 erlangte man diesen Status stellenweise erst mit 25 Jahren. Aber es gibt natürlich auch sonst noch interessante Grenzen. Diesen Beitrag weiterlesen »
